CD-REVIEWS

 

 

Metalnews schrieb am 15.02.2004

Crikey -- Welcome To My World

 Band: Crikey
 Album: Welcome To My World
 Genre: Death/Thrash Metal
 Bewertung : 6 von 7

Trackliste

1. Arise From Fall
2. Leave
3. Beg For…
4. At Last


Bericht

“Au weia”, oder wie man im Englischen mit einem Slangwort sagen würde - Crikey, hier kommt ja einiges an Krefelder Musikern zusammen. Fangen wir aber mal bei der Entstehung an.

Rob, den man als Gitarristen von den Thrashern Blood Red Angel noch kennen dürfte, sofern man sich für den Underground interessieren sollte, und Chris (Mieves), die sogenannte „Krefelder Sangesschlampe“ mit aufgrund von Talent und Können, festen Posten bei Hate Factor und Grind Inc., hoben anno 2002 ein begabtes und sehr abwechslungsreiches Kind aus der Wiege, die bei Rob im Wohnzimmer stand. Chris gefiel das Kleine so gut, daß er spontan sich als Elternteil ausgeben wollte. Da beide aber noch zu wenig Ahnung von der Aufzucht eines solchen hatten und gerne von Anderen Rat und Tat einholen wollten, fragten sie in ihrer nächsten Umgebung sämtliche Leute, die dafür in Betracht kamen. Letztendlich schnappten sich Kneipenidol Schymi von Everon und Blake [ex-Coronation] sich ihre Bässe, Ricci [Night In Gales, Grind Inc., ex-Coronation] als heissblütiger Italiener und bestens mit sämtlichen Wiegenrythmen bekannt, kochte mit seinen Töpfen eine ordentliche mediterrane Mahlzeit, da das Kind ja auch mal Hunger hat. Für die (musikalischen) Malerarbeiten erklärte sich sofort Uwe Haas bereit, der sowieso nix anderes gerade zu tun hatte. Da das Kind aber nicht eintönig aufwachsen sollte und so viel verschiedene Meinungen zu hören bekommen sollte, brachte man noch Klaus von Rob´s ehemaliger Band ins Spiel. Eine feminine Eingebung sollte es aber auch noch bekommen, da es ansonsten vielleicht doch etwas verhaltensgestört aufwächst, und so kam Tante Carola ins Spiel, die beim Song „Leave“ ihre Meinung vortrefflichst zu sagen, äh...singen hat.
Papa Rob ist anscheinend bekennender Townsend-Fan und spielt seinem Spross immer wieder die Melodien und Rhythmen des kanadischen Meisters vor. Ab und zu muss das Baby aber auch ordentliche Death-Metal-Riffs vorgebraten bekommen. Schliesslich soll es ja “...nicht eintönig aufwachsen...“. Abwechselnd mit Papa Nr. 2 (Chris) und Onkel Klaus, der dem Wonneproppen allerlei Geschichten von ein paar abwechslungsreichen Schweden namens Soilwork offeriert, bilden sie neben den wunderschönen und teils leicht progressiven Melodien von Rob den pädagogischen Hintergrund. Und Chefkoch Ricci „al dente“ brutzelt wie ein Weltmeister und lässt Zacherl ziemlich blass dastehen. Hmm, nur Zacherl kann ja auch nicht so mit den Töpfen umgehen wie Ricci...

Egal, denn dieses Baby können sich sämtliche offene Leute, die gerne abwechslungsreiche Musik hören und keine Angst vor Growls und Screams haben zulegen. Wer schon mal lauschen möchte, kann sich
hier schlauer machen. Wann man das ca. 21cm grosse, äh...minütige Kind sich zulegen kann, ist leider nicht angegeben worden, da es die nötigen finanziellen Impfungen erst noch benötigt.

trabi

Band Homepage: http://www.crikey.de/

veröffentlicht von Trabi am 15.02.2004 um 20:58 Uhr