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Metalnews.de schrieb am 16.06.2008

 

 

Crikey - Future Of The Loss
Crikey -- Future Of The Loss
Band: Crikey Homepage Metalnews nach 'Crikey' durchsuchenCrikey
Album:Future Of The Loss
Genre:Death/Thrash Metal, Heavy Metal
Label:Twilight
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.05.08
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"Moshbarer Wahnsinn ohne Kompromisse"

 
Gut dass es nicht nur Bands gibt, die sich konsequent selbst wiederholen und alles klauen was nicht bei drei auf allen Bäumen gegröhlt werden kann, sondern auch andere Truppen, die im Endeffekt nur beweisen wie viel Spaß das Wandern unbekannter Wege machen kann. Dabei sind CRIKEY gar nicht mal so revolutionär: Death-thrashige Riffs mit Solostreicherbegleitung gabs schon bei HEVEIN, einen Dialog zwischen nem grunzenden und nem kreischenden Sänger haben wir auf etlichen Platten diverser Gothiker drauf, und Metalcore- oder Powermetalriffs stecken heutzutage sowieso überall drin. "Future Of The Loss" klingt aber dennoch wie ein positives Beispiel für gesunde Kreativität und macht Spaß wie Sau.

Denn zum einen ist ein Vergleich mit HEVEIN oder DEVIN TOWNSEND'schen Wahnsinn immer positiv zu werten, und zum anderen strahlt die Platte fast die komplette Spielzeit eine moshbare Hektik aus, die wirklich von vorne bis hinten eine geschlossene Einheit bildet. Zwar nervt es mich momentan echt etwas, dass in jeder experimentiven Platte wenig einfallsreiche Metalcoreriffs verbraten werden müssen, aber abgesehen davon lässt das Septett nichts anbrennen. Wie man dem Musikerverzeichnis rechts unten ablesen kann, haben CRIKEY nämlich wirklich zwei seperate Sänger für cleane und growlige Parts. Auf der Platte macht das vielleicht jetzt nicht so den großen Unterschied im Vergleich zu Bands wie DIMMU BORGIR oder KORN, wo ein Klampfer noch parallel reingrummelt, aber man merkt schon, dass beide Sänger über ein gewisses Grundtalent verfügen. Ebenso ist die Violine wirklich clever in die Kompositionen eingearbeitet worden und kann sowohl Stimmung verbreiten, als auch den hektischen Wahnsinnsfaktor verstärken. Die Produktion geht dabei absolut okay und bildet jeden Frequenzbereich prima ab.

Damit stehen vergnüglichen 50 Minuten also nichts mehr im Weg! Nicht nur dass die Band live vermutlich wie Sau rockt, auch auf Platte kann man sich richtig die Nieten aus den Haaren moshen und nebenbei auch noch etwas für die Metal-Bildung tun. Bis auf ein paar lasche Metalcoreriffs und die tranige Ballade "Shades Of You" hab ich da echt nichts zu meckern! Reinhören!
 

Trackliste:
01. Chaos Of Feelings
02. Embrace The Demise
03. Beg For
04. Dreamt To Cure The Pain
05. Future Of The Loss
06. Shades Of You
07. Leave
08. Arise From Fall
09. With(in)sanity
10. At Last
Spielzeit: 00:48:05

Line-Up:
Robert Balner - Gitarre
Christoph Mieves - Gesang
Klaus Spangenberg - Gesang
Andreas Mantei - Schlagzeug
Uwe Haas - Keyboard
Andrea Justen - Fiedel
Jochen Biachucinski - Bass
 
Autor: Frederik Pankalla [Fell] | 16.06.2008 | 16:59  

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