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The Metal Observer schrieb am 07.03.2004

Crikey - Welcome To My World (7/10) - Deutschland - 2003

Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 20:53
Band homepage:
Crikey

Tracklist:

  1.  Arise From Fall
  2.  Leave >mp3
  3.  Beg For… >mp3
  4.  At Last
Crikey - Welcome To My World

CRIKEY, ein etwas seltsamer Name für eine Metal-Band, in der englischen Umgangssprache bedeutet er so viel wie “Oha” oder “Auweia”, ich hoffe mal, dass das für diesen Vier-Tracker betitelt “Welcome To My World” kein schlechtes Omen darstellt...

 

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Band, die rein von der Papierform her absolut keine Newcomer darstellt, denn wir hätten hier anzubieten: Bandgründer und Gitarrist Robert Balner (Ex-BLOOD RED ANGEL, –FERNGULLY), die beiden Sänger Christoph Mieves (HATE FACTOR, GRIND INC.) und Klaus Spangenberg (BLOOD RED ANGEL, CUMSHOT, Ex-VERNISSAGE), Drummer Andreas Mantei (Ex-AMITYVILLE, -FERNGULLY) sowie Keyboarder Uwe Haas und Geigerin Andrea Justen. Im Studio waren allerdings noch NIGHT IN GALES-ler Adriano Ricci an den Drums sowie die Bassisten Schymy (EVERON) und Blake (CORONATION) beteiligt.

 

Also gar keine so unbekannten Namen, die sich hier an etwas versuchen, das vom Info als „Band mit Ausrichtung a la Devin Townsend“ gegründet wurde und mit „Welcome To My World“ seine erste Veröffentlichung sieht. Jetzt bin ich mit Devins Sound nicht sonderlich vertraut, so dass ich nur sehr bedingt Vergleiche ziehen kann, aber das nur am Rande.

 

Eines kann man schon von Beginn von „Arise From Fall“ an sagen, die Stimme von Christoph Mieves ist Death Metal, und wie Death Metal sie ist, sehr tief, allerdings gekontert von Klaus Spangenbergs aggressiv/melodiösen Vocals, das hat also schon mal etwas. Musikalisch legen CRIKEY fette Double-Bass hin, ziemlich heavy, aber dafür mit sehr melodiösem Refrain, während „Leave“ auch wieder ordentlich auf die Tube drückt, dann in der Mitte aber mit einem Mal klare Gitarren und weiblichen Gesang auffährt.

 

„Beg For…“ lebt auch wieder vom Doppelgesang, wobei man hier teilweise reichlich fette Double-Bass und auch Keyboards einsetzt, die sich zumindest für meine Ohren sehr gut anhören und neben ausreichender Härte gibt’s auch noch einiges an Melodien oben drüber gestreut, und „At Last“ den Wechselgesang noch extremer einsetzt, mit Christophs tiefen Growls und Klaus’ rau/melodiösen Vocals, der auch einen höheren Death Metal-Schrei einsetzen kann, über eine weitere harte, aber sehr melodiöse Komposition gelegt.

 

Produziert ist das Ganze wirklich gut, hat Kraft und Klarheit, man käut auch keineswegs einfach nur wieder, was andere bereits vorgelegt haben, sondern könnte hier wirklich etwas erschaffen, das durchaus Zukunft hat! Ein gelungener Appetithappen, der mich mit Hunger nach mehr hinterlässt, hoffen wir mal, dass CRIKEY bald wieder mit etwas Neuem rüberkommen! (Online 7. März 2004)

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