CD-REVIEWS

The Metal Observer schrieb am 07.07.2008

 

 

Crikey - Future Of The Loss (7/10) - Deutschland - 2008

Genre: Death Metal / Power Metal
Label:
Twilight Zone Records
Spielzeit: 48:03
Band homepage:
Crikey

Tracklist:

  1. Chaos Of Feelings
  2. Embrace The Demise
  3. Beg For
  4. Dreamt To Cure The Pain
  5. Future Of The Loss
  6. Shades Of You
  7. Leave
  8. Arise From Fall
  9. With(In)Sanity
  10. At Last
Crikey - Future Of The Loss

Mit CRIKEY bekommen wir eine flotte und manchmal auch durchaus etwas seltsam anmutende Mischung aus verschiedenen Metal Einflüssen, wobei "seltsam" hier nicht unbedingt negativ verstanden werden muss. Grundsätzlich ist CRIKEY ziemlich Thrashig unterwegs, mit meist durchschlagskräftigen Drums und Growls, allerdings haben sie auch einige cleane Vocalpassagen und einiges an Melodie, irgendwie wie eine Mischung aus BLIND GUARDIAN Elementen und lupenreinem Death Metal. Wie gesagt eben seltsam, aber auch selten, und auch nicht schlecht.

Und gerade diese cleanen Passagen und die damit verbundenen melodiösen Riffs und sehr prägnanten Gitarren lockern das ganze Album sehr gut auf und bringen eine völlig andere Dimension zu der gesunden Härte dazu, nämlich ungeheuer viel Abwechslung und Spielfreude.

Einschränkend muss man allerdings sagen, dass die cleanen Vocals, manchmal auch die Schreier zwischendurch nicht immer so hundertprozentig sitzen, aber man kann es immer noch gut anhören, es klingt nicht schräg oder total versäbelt, man könnte nur wohl mehr rausholen aus der Stimme.

Dass die Jungs von CRIKEY wirklich verdammt vielseitig sind, zeigt sich spätestens mit "Shades Of You", einer schulmäßigen, tragenden Ballade, die ganz ohne Aggression und Gedresche auskommt und zudem noch recht gut ist, auch wenn sie vielleicht einen kleinen Höhepunkt verdient hätte.

Zwischenzeitlich bekommt man auch im Folgenden den Eindruck, dass das Album ein bißchen einschläft und an Energie verliert, weil "Leave" nach einem kurzen Aufflackern ziemlich dahindümpelt, allerdings geht es danach mit "Arise From Fall" wieder aufwärts mit Speed und Aggressivität, allerdings finde ich, dass die melodischen Parts im zweiten Teil des Albums zum einen zurückgehen, und zum anderen nicht so gut umgesetzt sind, es gibt nicht mehr so viele Power Metal Highlights wie bei den ersten vier bis fünf Tracks, dafür ist noch genügend Tempo und eben auch eine Portion Härte dabei.

"Future Of The Loss" ist alles in allem ein gelungenes Album für alle, die auf eine Mischung aus Melodie und Härte aus sind. Solides Album, solide Produktion mit einem gewissen Charme und somit durchaus hörbar.

(Online 7. Juli 2008)

Gabriel Doser