CD-REVIEWS

heavyhardes.de schrieb am 07.06.2008

 

Crikey - Future Of The Loss

Crikey - Future Of The Loss
VÖ: 30. Mai 2008
Zeit: 48:08
Label:
Twilight Vertrieb
Homepage:
www.crikey.de

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Puh... verdammt, schon wieder Hard-, Metal- oder Sonstwascore, hab ich gedacht, als ich den ersten Output der Krefelder Kapelle Crikey in meinem Player rotieren ließ. Aber dann ist endlich das passiert, worauf ich schon lange gewartet habe. Endlich hält Innovation und Musikalität in diesem Bereich Einzug. Dass das gerade im Rheinland passieren würde, konnte natürlich keiner erwarten, aber passiert ist es trotzdem. Crikey als reine Hardcore-Truppe zu bezeichnen, ist jedoch genauso unpassend wie der Versuch, sie in irgendeine andere musikalische Schublade zu stopfen. Die aktuelle Scheibe Future Of The Loss hinterlässt dank schmissiger Thrash-Riffs und fetter, peitschender Drums haufenweise verbrannte Erde. Garniert wird das Inferno mit zwei Gesangstalenten, von denen einer abgrundtiefe Growls rauslässt und der andere krasse Hardcore-Shouts drauf hat. Letzterer lässt manchmal aber auch ein paar richtig nette Melodien in die Songs einfließen. Klingt schon recht gut bis jetzt... Aber damit noch nicht genug, denn verstärkt wird das Lineup von Andrea Justen, die die zehn Songs mit ihrer Violine veredelt. Erstaunlicherweise führt das nicht dazu, dass die Härte in den Songs flöten geht, sondern die Violine passt sich ganz großartig in die kleinen Klangmonster ein. Stellt euch einfach mal vor, ihr hört Pro-Pain, Pantera, This Is Hell, Gorefest und Haggard gleichzeitig, dann seid ihr schon ziemlich nah an dem dran, was euch auf Crikeys Reise durch die Dunkelheit erwartet.

Kurz nachdem der Opener "Chaos Of Feeling" die Gehörgänge putzt, wird zudem klar, dass hier keine Anfänger am Werk sind. Musikalisch wie auch soundtechnisch hat die Scheibe einen gewaltigen Wumms und überrascht wieder und wieder mit neuen Elementen, die in die eh schon abwechslungsreichen Songs eingearbeitet werden. Von Gothic-Ballade ("Shades Of You") bis Death-Hymne ("At Last") wird so alles geboten, was der Hartwurstsektor neuerdings zu bieten hat. Crikey selbst bezeichnen den eigenen Stil als Experimental-Metal und ich würde sagen: Experiment gelungen! Wenn auch die Stilbezeichnung in diesem Fall eher irreführend ist, denn die Scheibe ist wirklich ein Death-Thrash-Hardcore-Konglomerat allererster Güte geworden. Ja, jetzt kann der Sommer endlich losgehen...

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6 von 6 Punkten   6 von 6 Punkten

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