CD-REVIEWS

 

 

 METALGLORY Magazin schrieb am 10.08.2005

 

Crikey "Verrückte Aus Crefeld"


Der flotte Siebener gehört zu den unterhaltsamsten Newcomern der Szene. Hart und unkonventionell spielt der lustige Haufen seinen Sphere Metal. Am Rande des Ultima Ratio unterhielt ich mich mit der Band. Und nach einigen Pannen, gibt es mit reichlicher Verzögerung auch das Interview zum Lesen...


 

Euer Auftritt ist jetzt gerade Mal ein paar Minuten vorbei. Zufrieden?
Andreas: Ja mit der Band schon, nur ich selbst war mit meinem Schlagzeugspiel nicht ganz so zufrieden.
Robert: Mit dem Gig schon. Mit dem Soundcheck war das alles natürlich etwas stressig. Da war ich mit der Organisation etwas unglücklich. Aber insgesamt war es doch ein guter Auftritt.
Andrea: Ja sehr. Der Sound auf der Bühne war optimal, was für mich sehr wichtig ist. Das Publikum war auch super! Hätte nicht gedacht, dass zu so früher Stunde und bei der Jahreszeit, so viele Leute kommen!
Uwe: Hätte gerne unser gesamtes Set gespielt!!
Chris: Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf des Gigs. Wir dachten, das wir aufgrund der frühen Spielzeit vor einer handvoll von Leuten spielen würden. Das es dann doch so voll war ist natürlich geil. Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Für einen Opener zu früher Stunde seid Ihr ja auch gut angekommen?
Robert: Die Leute sollten ja was für Ihr Geld bekommen. Und das haben sie auch, zumindest 30 Minuten, von Crikey. Wir mussten unser Programm ja leider drastisch kürzen... gruml,gruml.
Andrea: Jep!
Uwe: Nur wegen den Russkis!!

Ihr habt ja auch schon neue Sachen vorgestellt. Sehe ich den Trend hin zu noch mehr Melodie richtig?
Jochen: Ja ist schon melodischer geworden. Das liegt natürlich auch daran, dass wir die Geige jetzt stärker einbauen.
Uwe: Gott sei Dank !
Andrea: Ich denke schon. Da ich durch das Orchester spielen noch sehr an Noten fixiert war, fiel es mir Anfangs schwer, eigene Melodien zu dem Sound zu komponieren, aber mit der Zeit bekomme ich immer mehr Gefühl dafür die Geige mehr einzubauen. Aber trotzdem soll der "thrashige/death" Sound bleiben!
Chris: Ich bin mal gespannt wie sich die neuen Songs bald auf CD anhören werden, haha. Die Gewichtung auf mehr Melodie ist eine gute Beschreibung und macht Sinn. Ich denke das CRIKEY vom Sound her eine sehr experimentelle Band ist. Wir bedienen uns nicht gezielt an irgendwelchen Schubladen, die gerade populär sind. Da ist schon eine große Spannbreite, die wir musikalisch abdecken können.

Aber sonst wird es keine größeren Änderungen mehr geben?
Robert: Nein, bloß nicht. Das ganze läuft z.Zt. so gut, da wird sich nichts ändern. Außerdem kann und will ich auch keinen anderen (Musik)-Style für CRIKEY komponieren . Einige in der Band haben auch immer Bedenken, dass ich noch mehr Leute in die Band anschleppe ;-)) Aber da wird sich auch nichts ändern..., obwohl , ne Tuba käme bestimmt auch nicht schlecht...
Jochen: Wir sind dann nicht mehr Crikey [Krikki], sondern Crikey [Kreikih].
Chris: Nein ich denke mit 7 Leuten sind wir nun in der Endbesetzung und das bleibt auch so.

 
Und wann ist es dann mit dem ersten Album soweit?
Robert: Wir stehen in den Startlöchern... Es wird mit den Aufnahmen hoffentlich bald losgehn.
Klaus: Wir werden das Material erst mal fertig machen und dann das ganze Drumherum noch organisieren und ich denke, dass wir in einigen Monaten dann fertig sind. ..
Uwe: Hoffentlich bald !
Klaus: Wir wollen ja nichts übers Knie brechen, da die Produktion mit den vielen Instrumenten und auch vielen Gesangspuren einfach Zeit braucht. Leider können wir ja nicht jeden Tag full-time Musik machen.
Chris: Es gab schon erste Gespräche mit THORSTEN MARACH von NEW DAMAGE (der auch GRIND INC. produziert hat), der bei der CD die Drums aufnehmen soll.

Gutes Stichwort: Ihr spielt ja auch noch in anderen Bands. Welchen Stellenwert hat Crikey für Euch?
Andrea: Ich spiele zwar in keiner anderen Band mehr, aber es sind Projekte mit anderen Bands geplant. Crikey wird aber immer den höchsten Stellewert für mich haben, da ich mich mit der Musik identifizieren kann und ich mich mit den Leute einfach super verstehe.
Klaus :Mittlerweile ist Crikey ja eine richtige Band und wird von mir auch nicht mehr als Projekt angesehen. Das klappt bislang auch ohne Probleme, da sich noch nichts in die Quere kam.
Christoph: Ich grunze bei Crikey, Grind Inc. & Hate Factor. Vom Stellenwert her ist bei mir so das ich bei jeder Band mein volles Herzblut einfließen lasse. Da gibt es nicht so was wie ne Rangliste oder so. Zeitlich gesehen existiert „Hate Factor“ aber am längsten. Manchmal ist das alles ganz schön hart, da nicht immer alle Termine unter einen Hut zu bekommen sind, die anstehen. Nebenbei hab ich ja auch noch ein laufendes Studium und so was wie ein Privatleben. *haha*
Robert: Das mit der anderen Rockkapelle hat sich irgendwie zerschlagen. Crikey hat in meinem Leben natürlich, neben meiner Beziehung ;-) ,einen sehr hohen Stellenwert. Ich will nicht behaupten, das es eine zweite Familie für mich ist, aber man sieht sich halt sehr oft, spricht über sehr persönliche Dinge . Es herrscht ein super, entspanntes Klima innerhalb der Band. So habe ich das in meinen alten Bands noch nicht erlebt.
Uwe: Bei mir kommt erst HARDANGER, dann lange Zeit gar nichts und dann….ja dann ist da ja noch Crikey!
Jochen: Crikey hat auf jeden Fall den gleichen Stellenwert wie meine Rockgruppe Grace. Ich teile meine Ambitionen Fitfty fifty.

 
Und warum habt Ihr Euch nun Crikey genannt?
Uwe: Das möchte ich auch mal gerne wissen!
Christoph: Das mußt Du Robert fragen. Ich würde mal sagen Pons…
Robert: Pons?
Christoph: Ja,Pons! Das Wörterbuch.
Robert: Das Slangwort CRIKEY (Crikey bedeutet nicht etwa Schreischlüssel, sondern ist der angloamerikanischen Umgangssprache entnommen und bedeutet in etwa „Mensch!“ oder „Mein lieber Scholli!“ ,Holla,Au weia, etc. ) passt halt zu uns. Mir lag es fern einen blutrünstigen, bösen Namen zu suchen. Finde ich eigentlich meistens etwas lächerlich und fehl am Platz, da hinter den „ach so bösen Namen „ , doch meistens nur kleine Hosenscheißer stecken.

Und um aufzufallen, habt Ihr Eueren Stil auch "Sphere Metal" genannt?
Robert: Ja, man wird auch immer wieder gefragt in welche Richtung die Musik geht. Es hat auch jemand geschrieben, dass wir nicht einfach so in Schublade passen. Und wenn man eben Schubladen will, dass passen die gängigen Bezeichnung eben nicht.
Uwe: Sonst wäre ich wohl garnicht dabei!

Mit den Schubladen….das war wohl ich.
Robert Genau, aber ich wollte jetzt nicht so direkt Metalglory sagen.
Chris: Ich finde das unser Sound viel „Athmosphäre“ beinhaltet. Da lag dieser Begriff nahe.

Was ganz anderes: Warum spielst Du immer barfuss, Andreas?
Andreas: Woher weißt Du denn das?
Christoph: Das riecht man doch.
Andreas:Ähhm..weil ich mir immer die Füße wasche? Nein, ich hab' mir das irgendwann angewöhnt und mir dann eingebildet, dass ich so schneller spielen kann.

 
Habt Ihr sonst noch was zu sagen?
Christoph: Auf jeden Fall Danke für die Unterstützung und die tolle Berichterstattung über Crikey und wir hoffen, dass es auch mit dem nächsten Album so wird.







geführt am 10.08.2005   von Lex