INTERVIEW

 METAL-MIRROR schrieb am 03.06.2008

 

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Krefelds Sphere Metal-Band startet voll durch und präsentiert mit „Future Of The Loss“ das erste Full-Length-Album.

von Dorian Gorr

Beim letzten Gespräch vor über zwei Jahren erklärte Gitarrist und Gründer Rob noch, dass sich die Labelsuche

als schwierig gestalten würde, da die finanzielle Lage im Musikbusiness derzeit nicht optimal sei.

Nun erscheint „Future Of The Loss“ - über Twilight.

„Der Deal mit Twilight kam sehr spontan. Wir waren erneut soweit, dass wir die Platte komplett in Eigenregie

veröffentlichen wollten. Eine Woche bevor ich die Bestellung für die Pressung abschicken wollte, meldete sich Twilight

und sagte, dass sie die Platte veröffentlichen wollten“,erzählt Rob.

Twilight konnte man direkt ein fertiges Produkt anbieten,denn die Aufnahmen, die erneut Sänger Klaus Spangenberg übernahm,

waren bereits im Januar, das Mastering von Eroc im Mai abgeschlossen.

Dennoch überzeugt die Platte durch einen sehr druckvollen Sound, der besonders im Vergleich zur 2003er Demo „Welcome To

My World“ übermäßig fett herüberkommt.

„Die Demo wurde damals mit einem Acht-Spur-Gerät aufgenommen“, erklärt Klaus. „Für die aktuelle CD

haben wir rund 54 Spuren verwendet. Außerdem hört man nun auch die Geige, die bei den Demo-Aufnahmen

gar nicht mit am Start war.“

Um für die sieben Elemente den richtigen Sound zu finden, schusterte Klaus wochenlang an den verschiedensten

Einstellungen und Versionen herum. Vor allem seine Stimme und die Geige stellten ihn vor die Herausforderung,

da beide sehr penetrant seien und demnach schnell zu dominant wirken würden.

 

Nachfolge-Platte kommt definitiv

Beim Songwriting konnte die Band von ihren vielen anderen Erfahrungen zehren. Klaus und auch Grunzer

Chris spielen in anderen szenebekannten Bands, namentlich Blood Red Angel und Grind Inc. Terminliche Schwierigkeiten

gebe es deswegen aber bisher noch keine.

„Wenn tatsächlich mal einer von beiden eine Doppelbuchung hat, dann treten wir eben nur mit einem Sänger

auf“, nimmt Rob die Sache gelassen.

Eine wirkliche Konkurrenz ist Crikey jedoch nicht, denn hier schreitet man anders zu Werke und konzentriert

sich auf andere Schwerpunkte - vor allem was die Lyrics anbelangt, die alle aus der Feder von Chris stammen und

nahezu ausschließlich sehr emotional und persönlich gehalten sind, während es bei Grind Inc. eher brutal und

gesellschaftskritisch zugeht.

Die Zeichen stehen also auf Sturm bei Crikey und auch die Nachfolger-Frage für „Future Of The Loss“ ist

schon geklärt, wie Rob verrät.

„Wir unterschrieben bei Twilight direkt für ein zweites Album, haben aber glücklicherweise keine Deadline

vorgesetzt bekommen. Da die Aufnahmen zu „Future Of The Loss“ bereits über ein Jahr zurückliegen, haben sich

mittlerweile natürlich neue Ideen angesammelt und wir haben bereits einige Songs geschrieben“, so Rob.

www.crikey.de