Zeche Carl-Gig vom 08.07.2005

 

 METAL-MIRROR schrieb am 11.7.2005

 

Event:

Ultima Ratio Festival

Ort:

Essen, Zeche Carl

Datum:

08.07.2005

Genre:

Pagan Metal, Viking Metal, Folk Metal

 

Line Up :

Nomans Land + Manegarm + XIV Dark Centuries + Dorn + Black Messiah + Thrudvangar + Helangar + Crikey

Ultima Ratio heißt das erste Festival, welches von Metal-Management.de in Essen in der beliebten Zeche Carl organisiert wurde und dabei wurde ausnahmsweise mal der musikalische Schwerpunkt direkt festgelegt: Auf dem Plan für diesen Freitagabend standen nur Pagan / Viking / Folk-Bands, Bands die einem Genre zugehörig sind, welches spätestens seit der Popularität von Bands wie Finntroll einen enormen Boom erhalten hat. Dieser Boom bzw. diese Popularität zeichnete sich auch schon bei Ankunft in Essen ab. Die Schlange war ziemlich lang. Selbst bei hochkarätigen Acts a la Ensiferum oder Carpathian Forest habe ich bei der Zeche nicht so einen Andrang erlebt. Tickets gab es leider keine im Vorverkauf, was ebenfalls ein Grund für das frühe Erscheinen der meisten gewesen sein könnte. Die Abendkasse ging mit 16,-- für 8 Bands aus meinem favorisierten Metalsektor defintiv sehr in Ordnung und nach einem leider etwas verspätetem Einlass in die Zeche konnte der Spaß um ca. 18.30 mit meinen Stadtgenossen von Crikey beginnen.
Crikey präsentierten uns etwas, was sich schlecht in ein Genre packen lässt, auf jedenfall aber von allen restlichen musklaischen Darbietungen des Abends am weitesten stilmäßig entfernt war (keinesfalls negativ gemeint) und siehe da: Da grunzt doch ein bekanntes Gesicht das Publikum zusammen: Chris Mieves die Grunzmaschine von Grind Inc. liefert sich mit Vokalist Nummer 1 Klaus Spangenberg, ein charismatischer Spaßvogel, der sich sichtlich auf der Bühne wohl fühlt, Duelle im Gesang. Leider war zu Beginn der Sound in der kleinen Halle der Zeche Carl noch nicht optimal, was etwas den Spaß raubte, da vor allem die Sänger zu Beginn auf zu leise gestellt waren, aber dennoch schafften Crikey es schon die ersten Mengen an Headbanger in die vorderen Reihen zu locken. Gespielt wurde hauptsächlich Zeug von der neuen EP und zu meiner Überaschung entpuppte sich Chris als ein Sänger mit einer angenehmen cleanen Stimme, die sich gut vereinbaren ließ mit dem Thrash / Death-Metal, der mit feinem Violinenspiel verfeinert wurde. Der Siebener aus Krefeld konnte also definitiv die Halle aufheizen und wer die Band bis zum letzten Song noch nicht mochte, der wurde mitgerissen von einer Coverversion von Kreator. Guter Einstieg und es war überaschend wie viele Banger sich schon vor der Bühne tummelten.

Crikey-Gitarrist

Den vollständigen Bericht über das Festival findet Ihr hier