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Neckbreaker schrieb am 30.10.2005

3.Neckbreaker-Festival (22.10.2005, Mülheim an der Ruhr)

Neckbreaker-FestivalDa ist es auch schon wieder vorbei, unser drittes Neckbreaker-Festival. Ein paar Neuerungen gab es in diesem Jahr. "Nur" fünf Bands, so wenige wie nie zuvor. Also alles etwas übersichtlicher und durch den Wechsel der Location auch alles etwas stressfreier für uns und komfortabler für die Bands. Über 100 Besucher sorgten dann auch noch für einen gut gefüllten Star Club und so wurde der Abend letztlich ein Erfolg.

Opener waren die Krefelder CRIKEY. Die Band fährt ja gleich eine ganze Reihe an Stärken auf. Nicht nur dass die Band mit ihrem Sphere Metal alleine schon das Innovationsverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen müsste. Der Siebener verfügt zudem mit dem beiden Frontmännern Klaus und Christoph auch noch über zwei reichlich agile Sänger. Nach dem aus dem Film "Eyes Wide Shut" entnommenen Intro legte die Band los und präsentierte neben der kompletten "Welcome To My World"-Scheibe auch noch reichlich Ausblicke auf das kommende Album. Die Songs "Chaos Of Feelings", "Dreamt To Cure The Pain", "Future Of The Loss" und "With(in) Sanity" machten wie immer eine sehr ordentliche Figur und lassen die Vorfreude auf den nächsten Silberling auf ungeahnte Größe steigen. Leider war der Sound nicht immer optimal und das Keyboard ging, wie fast üblich, ein wenig unter. Dafür gab es aber zum Abschluss noch das mächtige Kreator-Cover "Phobia". Wieder mal eine super Vorstellung!

 

Setlist Crikey:

Intro
Chaos Of Feelings
Beg For...
At Last
Dreamt To Cure The Pain
Future Of The Loss
Leave
Arise From Fall
With(in) Sanity Around
Phobia


Dann hatte das Düsseldorfer Abrisskommando Gelegenheit den Putz im Star Club von der Decke zu kloppen. Das gelang RAVAGE natürlich spielend. Die Death / Thrasher begannen erstmal mit älterem Material in Form von "Blasphemic War" und "Infinite Hate" bevor dann auch Stücke vom aktuellen Meisterwerk "Get Fucking Slaughtered" zum Zuge kam. Glücklicherweise war auch mein persönlicher Favorit "Holycaust" am Start. Die rheinischen Dauerheadbanger hatten bei wuchtigem Sound keine Mühe die Meute am Ende zu "Zugabe"-Rufe zu 'bewegen'. Bemerkenswert am Rande war sicher der etwas überdimensionierte "Humpen" den Frontmann Lordbier als Proviant mit auf der Bühne hatte. Nach 40 Minuten war das Riffgewitter vorbei und der Star Club in seinen Grundfesten erschüttert. Stark!

Setlist Ravage:

Blasphemic War
Infinite Hate
Havoc Command
Vow Of Desecration
Into Your Demise
Nuclear Storm
Disinfestation
Holycaust
Get Fucking Slaughtered
-----------------------
Riddled


NORDAFROST konnten dann wieder mal unterstreichen warum sie derzeit in NRW die Spitze im Bereich Black Metal bilden. Auch die Hagener begannen nach ihrem Intro erstmal mit älteren Stücken. Überhaupt war das Debüt "Dominus Frigoris" mit fünf Songs fast vollständig vertreten. Im Gegensatz zum Gig in Essen kommt dem Trio die etwas kleinere Bühne im Star Club entgegen. Bei den Stücken "Dungeons" und "An Apocalyptic Philosphy" bekam die Band gesangliche Unterstützung von Shoggoth (von Insignium) und den Abschluss gestaltete die Band mit dem Immortal-Cover "Blashyrkh (Mighty Ravendark)" sehr passend, gilt die Band doch als westfälische Antwort auf die Norweger. Dass NORDAFROST auch die Todesbleifreunde überzeugen konnten spricht für sie.

Setlist Nordafrost:

Intro
Battle Of The Winterhordes
Lyn Og Torden
Dominus Frigoris
Assault
Nocturnal Cult
Defence
Only Shades Remain
Autumn's Armageddon
Dungeons
An Apocalyptic Philosophy
Blashyrkh (Mighty Ravendark)


SYMBIONTIC gehören zu den technisch stärksten Death Metal Bands in NRW ... möglicherweise sind sie sogar die technisch stärkste und entsprechend versammelte sich alles vor der Bühne um den Dortmundern beim zelebieren ihrer Stücke zuzuschauen. Das aktuelle Werk "Vaya" räumt überall Höchstnoten ab und somit waren reichlich kreisende Schädel vorprogrammiert. 45 Minuten lang boten die Jungs aus dem Pott einen Beweis ihrer technischen Stärke und legten so ganz nebenbei auch noch eine äußerst tighte Vorstellung auf die Bretter. Da forderte am Ende sogar Mischer Bauer lautstark nach einer Zugabe :-) Der Brachialität nicht gewachsen war die Monitorbox am Schlagzeug die bei"Shotgun Surgery" buchstäblich in Rauch aufging und einen unangenehmen Geruch im Star Club verbreitete. Mit ihren Fähigkeiten müsste es für den Fünfer eigentlich steil nach oben gehen.

Setlist Symbiontic:

Ascending Of The Blackest
Soulraped
Psycho
Bloodpath
Chainsaw Smile
Demon
Shotgun Surgery
Flamewinged Majesty
A Cold Day In Hell
-----------------------
Serpents God (?)


In eine ganz andere Kerbe schlagen da die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS die extra aus Hannover angereist sind. Leider hatte die kultige Band aus Niedersachsen nicht den allerbesten Sound erwischt. Zudem kam der Gig mit dem etwas zähen "Porngrind" auch nicht unbedingt gleich richtig in Schwung. Die Perlen hatten die Grinder weiter hinten versteckt und da kam dann auch Klassiker auf Klassiker mit Stücken wie "Im Graben vor mir", "Ein bisschen Grind muss sein", "Vater Morgana", etc. Die kleine "Raining Blood"-Einlage zwischen "Vater Morgana" und "Kraft zum Leben" sorgte für einige kreisende Köpfe und der Schrei vom Sänger him dabei war äh ... interessant ;-) Leider hatte da schon der eine oder andere die Heimreise angetreten. Unter den gegebenen Umständen ein guter Gig, wenn auch die Band schon mehr abräumen konnte und die Maske von Drummer christus war zwischenzeitlich mal Kostümierung vom allerfeinsten ;-)

Setlist Excrementory Grindfuckers:

Intro (Schwanz)
Porngrind
Excrementory
Looking For Grindcore
Karamba Karacho ein Grindcore
Grind It Yourself
Güllepille
Im Graben vor mir
Grindin'
Ein bisschen Grind muss sein
Beds Are Grind
Vater Morgana
Kraft zum Leben
Picknick im Zenit metaphysischen Wiederscheins der astralen Kuhglocke
Glockenkantate
You're My Grind, You're My Core
Grindcore For The Masses
Hallo Bomme
The Final Grinddown
-----------------------
Es gibt kein' Grind auf Hawaii
Mexicore
Grindcore Out Of Hell
-----------------------
Wann spielt Ihr endlich wieder Grindcore?


Abschließend noch ein dickes DANKE SCHÖN an alle Besucher, alle Bands, das Personal im Star Club, die Mülheim-Ruhr Metal Maniacs und Bauer vom Metal FC Ratingen für den Sound! (Tutti)

Weitere Bilder zu diesem Konzert gibt es in unserer Galerie!

alle Fotos von Naglagor